Timeout Weltreise

8. März – 4. Juni 2014

Liebe Freunde und Bekannte

Aus gesundheitlichen Gründen musste ich leider meine Weltreise unterbrechen. Ich musste mich in der Schweiz in ärztlicher Behandlung begeben und einen Abszess und eine Fistel im Darm in zwei Operationen entfernen, resp. spalten lassen. Der ganze Heilungsprozess nahm viel Zeit in Anspruch, und meine Geduld wurde arg strapaziert. Ich als Zappel-Philipp, das ging fast gar nicht, so drei Monate nichts machen. Aber eben, die Gesundheit geht vor. Nun geht es mir schon viel besser und ich habe endlich grünes Licht für die Weiterreise der Weltumrundung erhalten! Seit dem 5. Juni bin ich wieder unterwegs, die Südsee wartet auf mich. Somit werde ich bald meinen Blog aktualisieren können, in ein paar Tagen ist es soweit. Endlich!

An dieser Stelle möchte ich allen ganz herzlich für die Genesungs- und Aufmunterungswünsche danken, das hat gut getan und mich sehr gefreut. Und der mir überbrachte und zugesandte Schoggi hat sein Ziel nicht verfehlt. Die auf meiner bisherigen Reise verlorenen 8 Kilo sind wieder wett und der braune Lebensgeist ist gut angelegt. Hoffentlich kann ich von den süssen Zinsen und Zinseszinsen noch lange zehren und mag den Seejungfrauen in der Südsee nachschwimmen! 🙂

Bis bald und liebe Grüsse aus ganz weit weg.

Raymond / Rémi / Remo

Hello and bye-bye Switzerland

13. – 16. November 2013

13. – 16. November: Nach Kalender bin ich nun seit genau zwei Monaten auf meiner Weltreise. Die Zeit vergeht wie im Flug, bereits seit zwei Monaten unterwegs, wahnsinnig. In Kapstadt bestellte ich einen Fahrer, der mich zum Flughafen fuhr. Er kam fast eine Stunde zu früh, da er im Radio gehört hatte, dass die Autobahn durch einen Streik blockiert werden sollte. So war ich etwas früh am Flughafen, macht gar nichts, das ist ja für mich alles andere als eine Strafe. Und schliesslich lieber zu früh am Flughafen als zu spät. Der Flug war sehr angenehm und etwas nach 6 Uhr setzte der Flieger in Zürich auf. Wieder Heimat unter den Füssen… Ich geb es zu, ich kam gerne nach Hause. Ich gehe jeweils gerne weg, komme aber auch immer wieder gerne nach Hause. Nachdem ich mein Gepäck in Empfang nahm, ging ich gleich zum Check-in, wo mein Bruder für seine Ferien sein Gepäck aufgab. Und was sah ich da: Mein Bruder vor dem Check-in Schalter am Boden auf den Knien am Gepäckumladen… Typisch mein Bruder dachte ich… 😉 Es freute mich, dass ich ihn für eine Stunde sah, sonst hätte ich ihn im ganzen für mehr als ein Jahr nicht gesehen. Meine Mutter wartete natürlich auch auf mich, was mich auch sehr freute. Ich wusste, dass ich in diesen drei Tagen ein ziemlich sportliches Programm hatte. Viele Leute wollten mich sehen. Offenbar bin ich doch nicht so unmöglich! 🙂 Den zweiten Termin hatte ich dann auch noch am Flughafen, wo mich ein guter Freund aufsuchte. Ja, so ging es dann sozusagen drei Tage lang… An dieser Stelle möchte ich mich bei allen bedanken, die mich getroffen haben. Es hat mich wirklich sehr gefreut, jeden einzelnen von euch zu sehen, wenn auch die Zeit sehr beschränkt war. Und ich konnte nicht halb soviel erledigen wie ich eigentlich wollte! Aber eines habe ich doch noch machen können, für mich etwas wichtiges. Ich konnte all meine gelöschten Fotos aus Namibia wieder retten, jupi! Mir fiel ein Stein vom Herzen. Danke für die vielen Tipps und Aufmunterungsworte, das tat gut. Ich habe übrigens unter dem Beitrag „Namibia / Windhoek + Safari“ die Fotos nachgeladen, falls es euch interessiert. Am Samstag musste ich dann am Morgen wieder auf den Zug, um zum Flughafen zu fahren. Noch schnell die letzten Einkäufe tätigen, durch die Sicherheits- und Passkontrolle. Und ach ja, in letzter Sekunde noch ein Liter Whisky im Duty Free-Laden kaufen, ein Desinfektionsmittel für meinen Magen in Indien. Schon nur der Glaube daran macht seelig. Die Flasche hatte gerade noch Platz in meinem Rucksack. Bei mir ist jeweils jeder Zentimeter berechnet… Es leuchtete bereits das Bording-Zeichen, nichts wie los. Nein, wo ist meine Bording-Karte?! Im Duty Free-Laden vergessen! Schnell zurück, der Verkäufer ist mir bereits entgegen gelaufen, dann zum Midfield Terminal, eine Riesenhorde Menschen. Um die Mittagszeit hat es in Zürich jeweils sehr viele Langstrecken-Flüge. Weiter zum hintersten Gate, wie könnte es auch anders sein. Ein letztes „Adieu“, in den Flieger, durchatmen und ab in die Luft, wenn auch mit einer halben Stunde Verspätung. Meine Mutter meint jeweils, dass ich mal zu spät in den Himmel kommen werde. Aber denkt daran, das Philadelphia-Wölklein gehört dann mal mir, so oder so… Tschüss Schweiz, hello Indien, ich komme, freue mich und bin gespannt, was du mir alles zu bieten hast..

Thema World-Around-Ticket: Ich wurde natürlich viel gefragt, weshalb ich für drei Tage nach Hause komme. Meine Antwort war schlicht und einfach: Flugtechnische Gründe. Aber was steckt dahinter? Wenn man ein World-Around-Ticket kauft, dann ist dessen Kauf an verschiedene Bedingungen geknüpft. Die wichtigsten in Kürze: Man darf nur in eine Richtung reisen, d. h. entweder nach Westen oder Osten. Wie ihr wisst, habe ich mich für die Osten-Variante entschieden. Dann gibt es eine Meilenbegrenzung, die man abfliegen darf, maximal sind es 39’000 Meilen oder gut 60’000 Kilometer. Da ich noch nach Afrika geflogen bin, überstieg die gesamte Strecke, die ich abfliegen werde, diese 60’000 Kilometer. Aus diesem Grund musste ich ein separates Flugticket nach Südafrika und zurück in die Schweiz kaufen. So begann mein World-Around-Ticket erst mit meinem Flug nach Indien. Zudem darf ich maximal 16 Flugstrecken abfliegen, was ich natürlich machen werde. Zur Info bin ich bei 38’400 Meilen. Ihr sieht, ich schöpfe alles voll aus…