USA / Ostküste

14. – 23. September 2014

14. – 23. September 2014: Um 4.25 Uhr morgens ging mein Flieger in La Paz Richtung Washington mit einem Zwischenstop in Bogota los. In Washington war ich noch nie, weshalb ich diese Stadt auf meiner Besuchsliste der Weltreise aufführte. In Washington wurde ich von einem amerikanischen Ehepaar, das ich in Bora Bora kennenlernte, abgeholt. Das war Service. Es ging sogleich los mit der ersten Stadtbesichtigung. Das war natürlich toll, wenn einem Einheimische in einer fremden Stadt herumführen. Das Wetter war herrlich, meine Unterkunft, das Hostelling International, mitten in Downtown von D.C., wie Washington von dem Amis kurz genannt wird. So konnte ich mir bereits ein Bild von dieser für mich sehr schönen Stadt machen. Ja, Washington hat mir sogar besser gefallen als New York, alles ist viel gemächlicher, es gibt dank einem Gesetz keine Wolkenkratzer, es hat weitaus die schöneren Gebäude, interessante Museen und die National Mall (grosser grüner Park entlang der wichtigsten Bauten) kann locker mit dem Central Park in NY mithalten. Zugegeben, das Shopping und die Skyline kommen natürlich nicht an die grösste Stadt der USA heran… Washington hat viele Museen, die gratis besichtigt werden können, und die wirklich von sehr guter Qualität sind. Kurzfristig lud mich das Ehepaar zu sich nach Hause ein, um meine letzte Nacht in Washington bei ihnen zu verbringen. Am nächsten Morgen wurde ich wiederum an den Flughafen chauffiert, um das Flugzeug nach Boston zu erreichen. Boston war also meine letzte Station auf meiner Weltreise. Inzwischen bin ich seit mehr als einem Jahr unterwegs, und ich könnte noch lange weiterreisen. Auf meinem iPad habe ich eine App von wetter.com. Eigentlich war es so gedacht, dass ich jeweils übersichtlich das Wetter für die kommenden Tage anschauen kann. Und ehrlich gesagt stimmte das Wetter in über der Hälfte der Zeit meiner Weltreise überhaupt nicht. Ich machte mir sogar einen Spass daraus, meine Tätigkeiten dem Gegenteil des vorausgesagten Wetters anzupassen. So war für am Freitag Regen auf der genannten App angesagt. Ich wollte unbedingt in Richtung Süden von Boston gehen, um der schönen Küste mit dem Zug entlang zu fahren. Also kaufte ich für diesen Tag eine Fahrkarte, das Wetter hätte nicht besser sein können, strahlend blau war es… 🙂 Sogar am Vortag waren auf der App Regenwolken aufgeführt. Also, falls ich mal Lotto spielen sollte, so werde ich auf wetter.com gehen, eine bessere Zufallsquote gibt es nicht. So fuhr ich in zwei andere Bundesstaaten, nach Rhode Island, dem kleinsten Staat der USA und nach Connecticut, dem drittkleinsten Staat, wo übrigens die Frisbee-Scheibe erfunden wurde. Auch sehr bekannte Persönlichkeiten wie Mark Twain, Katharine Hepburn oder Meryl Streep stammen aus diesem Bundesstaat. Ich besuchte die zwei Orte New London in Connecticut und Providence in Rhode Island. Dieser Ausflug hat sich voll gelohnt… Boston gilt als Geheimtipp schlechthin und ist für viele die schönste Stadt der USA. Ja, Boston ist eine wirklich tolle Stadt, gefällt mir sehr gut. Sie beherbergt übrigens auch die ansehnlichste Universität der Welt, die Harvard-Universität. Bekannt sind auch die Wal-Ausflüge per Boot, wobei man über eine Stunde mit dem Schiff braucht, um Wale sehen zu können. So fuhr das Boot los, auf einmal die Durchsage, dass das Schiff einen technischen Defekt hat, und wir zurück nach Boston fahren müssen. Irgendwie schliesst sich der Kreis wieder, am Anfang meiner Weltreise hatte ich in Südafrika ja auch immer Pannen mit dem Bus, nur musste ich diesmal meine Schnürsenkel nicht zusammenbinden… 🙂 Also ging es zurück nach an den Hafen von Boston. Nachdem alle Passagiere ihre Tickets umtauschen konnten, fuhr ich mit dem nächsten Boot los. In Südafrika sah ich ja auch Wale, zum Schluss sah ich auch wieder diese riesigen Tiere. Ich verbrachte bewusst fünf Tage in Boston, ich wollte es einfach gemütlich nehmen zum Abschluss, Hurry-up-Travel muss schliesslich auch herunterfahren. Eine sehbehinderte Frau fragte mich nach dem Bahnhof. Ich begleitete sie dorthin, worauf sie mich zu einer heissen Schokolade einlud. Auf einmal fing sie an Deutsch zu sprechen. Ihre Eltern stammen aus St. Lucia in der Karibik, geboren wurde sie in London, lebte über 20 Jahre in Deutschland und wohnt seit 18 Jahren in den USA, das nennt man International. Dann ging ich zum Frisör, der Laden hiess Sportsclip Haircut. So waren überall Fernseher aufgestellt, auf denen Sportübertragungen zu sehen waren. Das war mal was anderes. Während dem Haarewaschen sass ich auf einem Massagestuhl, der wie wild vibrierte. Dann bekam ich noch Dampftücher um meinen Kopf gebunden. Moment, ich wollte einfach einen Haarschnitt. Entschuldigung, aber… Nichts da, das gehört dazu. Ich wusste gar nicht, wie es um mich geschehen war, offenbar sah ich aus als hätte ich Autostop gemacht, dermassen mitgenommen fühlte ich mich. 😉 Der Haarschnitt war auch mehr Clip als Sports, Glück gehabt, dass meine paar wenigen Haare nicht noch gleich mit einen Baseball-Schläger gestutzt wurden. Sonst noch was? Nein, Danke, das ist alles… Ich schlenderte noch dem Strand entlang, am letzten Tag versuche ich noch ein paar Sehenswürdigkeiten zu besuchen und natürlich meinen Flug am späten Abend zu erwischen. Nach einem Jahr freue ich mich, wieder in meine Heimat zu kommen. Es wird noch einen Bericht folgen… Meine Lieben, bis bald! 🙂

Thema Universitäten: Nun bin ich also in der Stadt der renommiertesten Universität der Welt, der Harvard-Universität. Ja, wer es bis hierher geschafft hat, darf sich ohne weiteres als klug und intelligent bezeichnen. Dementsprechend schwierig ist es, überhaupt einen Platz an der Uni zu ergattern. Nicht einmal ganz 6 % der bewerbenden Studenten/innen schaffen es, das sagt schon alles. Trotz allem hat die Universität rund 20’000 Studierende, Kostenpunkt für jede/n Student/in USD 60’000 pro Jahr, wobei es auch hier Stipendien geben kann. In diesen Kosten ist dann aber auch alles eingeschlossen, von den Semestergebühren über das Essen und Unterkunft, dennoch ein stolzer Betrag. Die weiteren Top-Universitäten sind bekanntlich die Unis von Oxford und Cambridge in England. Auf den weiteren Plätzen folgen eine weitere Uni in Boston, das Massachusetts Institute of Technology und die Stanford Universität in der Nähe von San Francisco. Die ältesteUniversität der Welt stammt aus dem 9. Jahrhundert und liegt in Salerno/Italien. Die älteste Uni der Schweiz ist diejenige in Basel aus dem Jahre 1459. Die grösste Universität der Welt ist die Indira Ghandi National Open University mit sage und schreibe zwei Millionen Studierenden, inklusive diejenigen, die ein Fernstudium absolvieren. Universitäten (vom lateinischen universitas magistrorum et scolarium, „Gemeinschaft der Lehrenden und Lernenden“) sind wissenschaftliche Hochschulen mit Promotionsrecht, die der Pflege und Entwicklung der Wissenschaften durch Forschung, Lehre und Studium dienen und ihren Studenten wissenschaftsbezogene Berufsqualifikationen vermitteln sollen. Meine Wissenschaft besteht aus Reisen… 🙂